Satzung

„Stadtteilarbeit e. V.“

Satzung

 § 1 Name, Sitz, Rechtsform und Gemeinnützigkeit

1. Der Verein führt den Namen "Stadtteilarbeit". Der Verein soll in das Vereinsregister eingetragen werden. Nach der Eintragung führt er den Zusatz "e.V." Der Verein folgt rechtlich dem Verein "Stadtteilarbeit Milbertshofen e.V." nach und tritt an dessen Stelle.

2. Der Sitz des Vereins ist München.

3. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigen-wirtschaftliche, sondern ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnittes "steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung vom 16. 03. 1976.

 § 2 Zweck des Vereins

1. Der Verein ist ein Träger- und Unterstützungsverein zur Förderung der sozialen Arbeit vor allem im Bereich des 11. Stadtbezirks Mün-chens, aber auch z. T. in der gesamten Region München bzw. punktu-ell in Bayern. Zweck des Vereins ist insbesondere die stadtteilbezoge-ne und wohnortnahe Förderung und Durchführung sozialpädagogi-scher und erwachsenenbildnerischer Arbeit mit dem Ziel eines besse-ren Zusammenlebens von deutschen und ausländischen Bürger/Innen sowie die Bereitstellung und Vermittlung von Maßnahmen und Ange-boten zur Hilfeleistung für Personen, die in ihrer selbständigen Le-bensführung durch körperliche, psychische, altersbedingte oder sozia-le Benachteiligungen eingeschränkt sind.

2. Dieser Zweck wird insbesondere durch das Betreiben von interkultu-rellen, sozialen und pädagogischen Einrichtungen im Stadtteil mit dem Schwerpunkt der Förderung von Kindern und Jugendlichen, El-tern und Familien, älteren Menschen und von sozial benachteiligten Personen verwirklicht. Im Sinne der Kinder- und Jugendhilfe, von Er-ziehung und Bildung, der Wohlfahrtspflege, der Altenhilfe und der Völkerverständigung gehören zu seinen Aufgaben ferner die Beratung, Unterstützung und Erhaltung sozialer Einrichtungen und die Koopera-tion in den Aufgabenfeldern seiner juristischen Mitglieder sowie die Förderung und Initiierung gemeinsamer Aktivitäten und Veranstaltun-gen sozialer Einrichtungen.

3. Der Verein verfolgt mit dem Betrieb und durch die Arbeit seiner Ein-richtungen sozialpolitische, sozialpädagogische und erwachsenenbild-nerische Ziele und will durch gemeinwesenorientierte, wohnortnahe Maßnahmen zur Entwicklung und Verbesserung von Lebensqualität für die unter Satz 1 dieses Abschnitts genannten Menschen beitragen.

4. Tätigkeiten des Vereins sind darauf gerichtet, Personen selbstlos zu unterstützen, wenn diese infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustands oder infolge ihres Alters auf die Hilfe anderer an-gewiesen sind oder deren wirtschaftliche Lage aus besonderen Grün-den zu einer Notlage geworden ist. Der Verein wird hierzu insbeson-dere im Bereich der Behinderten- und Altenhilfe tätig.

5. Der Verein setzt sich folgende Maßnahmeschwerpunkte und will seine Aufgaben auf folgende Weise lösen:

* Mitarbeit und Beteiligung in Fragen der Stadtteilentwicklung sowie der stadtteilbezogenen Sozialplanung zur Verbesserung der Lebensquali-tät im Stadtteil.
* Ökologie und Gesundheit werden deshalb neben dem Aufbau von Selbsthilfe und der Entwicklung von Bürger/Innenbeteiligung ein Schwerpunkt in der Stadtteilarbeit sein.
* Verbesserung der Kooperation zwischen der Verwaltung und den Bür-ger/Innen sowie den sozialen Einrichtungen und Gruppen untereinan-der.
* Verbesserung der Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen durch die von ihm betriebenen, wohnortnahen Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit mit ihren lebenswelt- und alltagsorientierten Ange-boten.
* Hilfe in Einzelfällen, Entwicklung und Erprobung von Konzepten und Strategien zur Lösung sozialer Probleme, orientiert an den Bedürfnis-sen und Interessen der ratsuchenden Bürger/Innen.
* Information, Beratung, Vermittlung in rechtlichen Fragen sowie bei Fragen zum altersgerechten und betreuten Wohnen im Alter oder bei Behinderung.
* Angebot und Durchführung von Maßnahmen zur Wohnungsanpassung für behinderte oder aufgrund ihres Alters in ihrer Mobilität einge-schränkte Menschen; Angebot und Durchführung von Hilfemaßnah-men im Wohn-, Gesundheits- und Hygienebereich, bei familiären und sonstigen Fragen.
* Angebote im Bereich der Erwachsenen-, Fort- und Weiterbildung.
* Unterstützung der deutschen und ausländischen Bewohner/Innen aller Altersgruppen bei ihrer selbständigen Lebensführung und aktiven Le-bensgestaltung (sozialpädagogische Angebote, Selbsthilfegruppen, technische Hilfsmittel u.ä.).
* Initiierung und Förderung von gemeinsamen Interessensgruppen deutscher und ausländischer Bewohner/Innen mit dem Ziel eines gleichberechtigten Zusammenlebens in der entstehenden multikultu-rellen Gesellschaft. Dazu zählen u.a. Aufbau, Pflege und Förderung von nachbarschaftlicher Begegnung durch (multi-)kulturelle Angebote und Aktivitäten aller Art im Sinne der Völkerverständigung.
* Unterhalt und Betrieb von vorschulischen Bildungseinrichtungen, wie Kinderkrippe und Kindergarten.

 § 3 Mitgliedschaft

1. Mitglieder des Vereins können natürliche und juristische Personen werden, die den Zweck des Vereins zu fördern gewillt sind. Über die Aufnahme juristischer Personen entscheidet die Mitgliederversamm-lung mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen der natür-lichen Personen und mit 3/4 Mehrheit der abgegebenen Stimmen der juristischen Personen. Über die Aufnahme natürlicher Personen ent-scheidet der Vorstand.

2. Die Mitgliedschaft endet durch Austrittserklärung, durch Ausschluss, durch den Tod einer natürlichen oder mit dem Erlöschen der Rechts-fähigkeit einer juristischen Person. Der Austritt erfolgt durch schriftli-che Erklärung gegenüber der Mitgliederversammlung.

3. Der Ausschluss eines Mitglieds kann bei groben Verstößen gegen die Ziele des Vereins oder bei vereinsschädigendem Verhalten mit 2/3 Mehrheit der abgegebenen Stimmen der juristischen Personen und mit 2/3 Mehrheit der abgegebenen Stimmen der natürliche Personen durch die Mitgliederversammlung erfolgen. Das betroffene Mitglied ist dabei nicht stimmberechtigt.

§ 4 Beiträge

Von den juristischen Mitgliedern werden keine Beiträge erhoben. Natürli-che Personen haben mit dem Tag ihrer Mitgliedschaft einen Beitrag je Kalenderjahr zu entrichten.

§ 5 Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

§ 6 Organe des Vereins

Organe des Vereins sind:
a) die Mitgliederversammlung
b) der Vorstand

§ 7 Die Mitgliederversammlung

1. Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ des Vereins. Zu ih-ren Aufgaben gehören insbesondere:
a) die Entgegennahme und Genehmigung des Jahresberichts
b) die Entgegennahme des Revisionsberichts
c) die Entlastung des Vorstands
d) die Wahl des Vorstands
e) die Wahl eines/r Ehrenvorsitzenden
f) die Wahl der Revisoren/Innen
g) die Beschlussfassung über Satzungsänderungen und die Auflösung des Vereins
h) die Berufung der Kuratoriumsmitglieder
i) die Festlegung der Höhe der Mitgliedsbeiträge

2. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand mindestens einmal jährlich, ansonsten im Bedarfsfall, unter Angabe der Tagesordnung und von Ort und Zeitpunkt einberufen. Die Einladung erfolgt schrift-lich mindestens 14 Tage vor dem Termin der Mitgliederversammlung. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung wird in gleicher Weise einberufen, wenn jeweils 1/3 der juristischen oder 1/3 natürlichen Mitglieder oder das Kuratorium gem. § 10 Abs. 4 die Einberufung un-ter Angabe der Tagesordnung schriftlich beantragt. Die Versammlung wird von dem/der Vorsitzenden, bei Verhinderung von einem/einer Stellvertreter/In geleitet.

3. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn sie ordnungsge-mäß eingeladen und mindestens die Hälfte der juristischen Personen anwesend ist. Jedes Mitglied hat eine Stimme.

4. Beschlüsse werden mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen der natürlichen Personen und mit 3/4 Mehrheit der abgege-benen Stimmen der juristischen Personen gefasst. Stimmenthaltun-gen werden nicht mitgezählt. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt. Abstimmungen können auch schriftlich erfolgen, wenn die Mehrheit aller Mitglieder ihre Zustimmung zu dieser Form der Ab-stimmung schriftlich gibt.

5. Satzungsänderungen und die Auflösung des Vereins bedürfen einer 3/4 Mehrheit der abgegebenen Stimmen der juristischen und der na-türlichen Personen.

6. Über die Beschlüsse wird ein Protokoll geführt, das der/die Vorsitzen-de und der/die jeweilige Protokollführer/in unterschreiben.

 § 8 Der Vorstand

1. Der Vorstand des Vereins besteht aus einem/einer Vorsitzenden und 2 Stellvertreter/- Innen sowie 2 Beisitzern/Innen. Drei Vorstandsmit-glieder sind aus dem Kreis der juristischen Personen und zwei aus dem Kreis der natürlichen Personen zu wählen. Der/die Vorsitzende/r muss aus dem Kreis der juristischen Personen kommen.

2. Der Verein wird durch die/den Vorsitzende/n oder gemeinsam von den beiden Stellvertretern/Innen gerichtlich und außergerichtlich ver-treten.

3. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung grundsätzlich für zwei Jahre gewählt. Er führt die Geschäfte bis zur Neuwahl eines Vor-stands. § 27 Abs. 2 BGB bleibt unberührt.

4. Dem Vorstand obliegt die Leitung der Geschäfte des Vereins. Er ist für alle Aufgaben zuständig, die nicht durch die Satzung der Mitglieder-versammlung zugewiesen sind. Er kann zur Führung der Geschäfte eine/n Geschäftsführer/in beauftragen.

5. Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung. Er kann zur Durchfüh-rung bestimmter Geschäfte einzelne Mitglieder oder den/die Ge-schäftsführer/In beauftragen. Die Beauftragung ist im Einzelnen in der Geschäftsordnung zu regeln.

6. Der Vorstand schließt Arbeitsverträge insbesondere mit dem/r Ge-schäftsführer/in. Den Abschluss einzelner anderer Arbeitsverträge kann er auf die/den Geschäftsführer/In delegieren. Neueinstellungen erfolgen im Einvernehmen mit den Mitarbeiter/Innen des jeweiligen Einrichtungsteams.

7. Über die Beschlüsse des Vorstands wird ein Protokoll geführt, das der/die Vorsitzende und jeweilige Protokollführer/In unterschreiben.

8. Die Tätigkeit der Vorstandsmitglieder erfolgt ehrenamtlich. Eine Ent-schädigung für einen eventuell aus dieser Tätigkeit entstehenden und geltend gemachten Aufwand ist zulässig.

 § 9 Ehrenvorsitz

1. Auf Vorschlag des Vorstands kann die Mitgliederversammlung ei-ne/einen Ehrenvorsitzende/n wählen.
2. Die/der Ehrenvorsitzende hat das Recht, an allen Veranstaltungen des Vereins, insbesondere auch an den Vorstandssitzungen teilzu-nehmen.

 § 10 Kuratorium

1. Das Kuratorium soll die Arbeit des Vereins unterstützen und beglei-ten. Insbesondere fördert es die in dieser Satzung niedergelegte Zweckbestimmung des Vereins und ihre Verwirklichung.

2. Das Kuratorium soll sich aus Persönlichkeiten der Förderer/Innen, des öffentlichen Lebens, des Stadtteils und der Sozialarbeit mit Deutschen und Ausländer/Innen zusammensetzen.

3. Über die Zusammensetzung des Kuratoriums entscheidet die Mitglie-derversammlung.

4. Das Kuratorium ist berechtigt, eine außerordentliche Mitgliederver-sammlung des Vereins durch den Vorstand einberufen zu lassen. Je-des Kuratoriumsmitglied ist in der Mitgliederversammlung rede- und antragsberechtigt.

 § 11 Vereinsvermögen

1. Der Verein bringt als Eigenmittel die durch Selbsthilfe erworbenen Rechte bzw. Werte bei der Sanierung und Renovierung der städti-schen Anwesen Alter St.-Georgs-Platz 4 und Hanselmannstraße 31 - 35 ein sowie eventuelle, weitere durch seine Anstrengungen aufge-brachte Spenden.

2. Alle Mittel des Vereins, auch etwaige Gewinne dürfen nur für die sat-zungsmäßigen, gemeinnützigen Zwecke verwendet werden. Die Mit-glieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mit-glied keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

3. Keine Person darf durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt wer-den.

4. Die Mitglieder des Vereins erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung des Vereins keinerlei Vermögensanteile zurück.

5. Bei Auflösung der Körperschaft oder bei Wegfall der steuerbegünstig-ten Zwecke fällt das Vermögen der Körperschaft an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zum Zwecke einer Verwendung für Aktivitäten im Sinne der Kinder- und Jugendhilfe, der Erziehung und Bildung, der Wohl-fahrtspflege, der Altenhilfe oder der Förderung von Völkerverständi-gung und Nachbarschaft.

 § 12 Kassenprüfung

1. Es werden bis zu zwei Revisor/Innen von der Mitgliederversammlung für zwei Jahre gewählt.
2. Die Revisor/Innen haben die Aufgabe, am Ende des Geschäftsjahres die Einnahmen und Ausgaben und den Kassenstand zu überprüfen.
3. Sie haben jederzeit Einsicht in die laufenden Geschäfte des Vereins.

 § 13 Geschäftsordnung

1. Der Vorstand und die Geschäftsleitung geben sich eine Geschäftsord-nung, in der im Einzelnen die Aufgaben des Vorstands, die Aufgaben und Befugnisse des Geschäftsführers bzw. der Geschäftsführerin, die Rechte des Kuratoriums sowie Fragen der inhaltlichen Arbeit, der Öf-fentlichkeitsarbeit, der Hausordnung für die Einrichtungen und insbe-sondere die Mitwirkung von Mitarbeiter/Innen und Benutzer/Innen seiner Einrichtungen (Besucher/Innenbeirat) geregelt sind.

2. Die Geschäftsordnung wird vom Vorstand beschlossen.

 

München im Februar 2017

Adresse
Stadtteilarbeit e.V.
Hanselmannstraße 31
80809 München
Telefon: 089 - 359 59 47
Telefax: 089 / 359 59 48
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